Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie
Keine Annäherung in Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Küste

Arbeitgeber legen kein neues Angebot vor und verschärfen damit Auseinandersetzung. Bezirksleiter Friedrich: „Es fehlt nach wie vor ein brauchbares Angebot der Arbeitgeber“. Weitere Warnstreiks am Freitag und Ausweitung in der nächsten Woche geplant.

11. November 202211. 11. 2022


Im Tarifkonflikt der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie gibt es keine Annäherung. Auch die vierte Verhandlung der IG Metall Küste und dem Arbeitgeberverband Nordmetall am Donnerstag in Hamburg blieb ohne Ergebnis. „Es fehlt nach wie vor ein brauchbares Angebot der Arbeitgeber“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, nach der Verhandlung. „Sie träumen weiter von einer unerhört langen Laufzeit und weigern sich, eine Prozentzahl für die Tabellenerhöhung zu nennen. Stattdessen reden sie viel über Differenzierungen, Variabilisierungen und sogar von der Streichung des Weihnachtsgeldes. Damit provozieren sie die Beschäftigen und sorgen für weitere Warnstreiks.“  

 

Die Forderung der Gewerkschaft nach acht Prozent mehr Geld für 12 Monate hält Friedrich für „richtig und notwendig“. Seit 2018 habe es keine prozentuale Erhöhung der Entgelte gegeben. „Außerdem steigen die Lebenshaltungskosten immer weiter an. Gleichzeitig macht ein großer Teil der Unternehmen satte Gewinne. Die Beschäftigten wollen deshalb ihren gerechten Anteil“, so der Gewerkschafter. Als Reaktion auf die fehlenden Fortschritte in den Verhandlungen kündigte er weitere Warnstreiks ein. Am Donnerstagabend ist die Spätschicht des Mercedes-Benz-Werks in Hamburg aufgerufen. Am Freitag folgen Beschäftigte von Airbus, Still und KHS in Hamburg sowie Jungheinrich in Norderstedt. In der nächsten Woche ist eine Ausweitung der Warnstreiks geplant.  

 

Ein weiterer Verhandlungstermin wird nach Abstimmung mit den zentralen Gremien vereinbart.

 

Die IG Metall Küste verhandelt für die 130.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein.

 

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