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Die zweite Verhandlungsrunde in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie endet ohne Ergebnis. Rund 400 Beschäftigte machten vorher lautstark Druck. Auf das Angebot der Arbeitgeber antworten Metallerinnen und Metaller mit Warnstreiks.
Aus Anlass der 12. Nationalen Maritimen Konferenz gab es am Montag in Rostock und vor zahlreichen Werften in Norddeutschland Proteste von Beschäftigten. Die IG Metall Küste hatte zu Kundgebungen für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Standorten aufgerufen.
IG Metall Küste bedauert Ausstieg von Carlyle bei tkMS - Bezirksleiter Daniel Friedrich: „Wir brauchen eine tragfähige Lösung, die die Zukunft aller Standorte und Arbeitsplätze sichert.“ - Kiel-Geschäftsführerin Schmoliner kritisiert „Untätigkeit der Politik“
Verlängerung der Transfergesellschaft sichert Übergang in neue Beschäftigung. Bezirksleiter Friedrich: „Alle Beteiligten sind weiter gefordert, für Arbeit an den Standorten zu sorgen.“ Gewerkschaft will gute tarifliche Bedingungen sichern.
Die geplante Kooperation mit der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft ist eine Chance: Die Erfahrungen im Schiffbau in Flensburg und in der hochwertigen Ausrüstung und Ausstattung von Luxusyachten in Rendsburg können zusammengebracht werden.
Die Tarifverhandlungen in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie stecken in einer heißen Phase. Ein Angebot der Arbeitgeber liegt auf dem Tisch, doch die Beschäftigten machen mit ihren Warnstreiks deutlich, dass ihnen das noch nicht reicht.
Zwei Wochen Warnstreiks mit über 13.500 Beschäftigten - und die Arbeitgeber bewegen sich in der dritten Verhandlung keinen Zentimeter. IG Metall Verhandlungsführerin Miriam Bürger macht deutlich: Die Beschäftigten sind motiviert die Warnstreiks auszudehnen.
Die Metallerinnen und Metaller in der Textil- und Bekleidungsindustrie und in den Textilen Diensten haben in den vergangenen Tarifrunden nicht nur um mehr Geld gekämpft. Auch verbesserte Regelungen zur Altersteilzeit haben sie durchgesetzt.
Mehr als 900 Metallerinnen und Metaller an der Küste haben vor der dritten Verhandlungsrunde Druck gemacht für ihre Forderungen. In der Tarifrunde der Textilen Dienste hatten die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde kein besseres Angebot vorgelegt, die Verhandlung endete ergebnislos.
4,8 Prozent mehr Geld ab Oktober 2023, weitere 3,3 Prozent ab September 2024 +++ Inflationsausgleichsprämie von insgesamt 1500 Euro steuer- und abgabenfrei +++ Altersteilzeit verlängert und verbessert