Nachdem auch in der fünften Verhandlung mit Nordmetall kein Ergebnis sichtbar ist, hat die große Tarifkommission der IG Metall Küste heute den weiteren Fahrplan in der Tarifrunde beschlossen.
Schwerpunkte am Freitag in Schleswig-Holstein und Nordwestniedersachsen. Bezirksleiter Friedrich fordert besseres Angebot: „Die Laufzeit muss runter und eine ordentliche Prozentzahl auf den Tisch“. Weitere Warnstreiks in der nächsten Woche.
Auf einer Konferenz in Hamburg diskutierten Metallerinnen und Metaller über Themen und Forderungen für die im Herbst beginnenden Verhandlungen. Bezirksleiter Daniel Friedrich: "Die Kolleginnen und Kollegen erwarten dauerhaft mehr Geld."
Schwerpunkt war Luftfahrtindustrie mit Airbus-Betrieben und Premium Aerotec. Bezirksleiter Friedrich: „Um Lösung näher zu kommen, braucht es ein deutlich besseres Angebot“. IG Metall Küste ruft am Freitag Belegschaften in 65 Betrieben zu Warnstreiks auf.
Bezirksleiter Friedrich: „Dem Angebot fehlt der Wumms. Außer bei der Einmalzahlung von 3000 Euro bleiben die Arbeitgeber im Ungefähren.“ Friedenspflicht endet in der Nacht zu Sonnabend. Vierte Verhandlung am 10. November in Hamburg.
Weitere Warnstreiks bei Airbus in Stade, Körber in Hamburg und Schwarzenbek sowie Mercedes-Benz in Hamburg. Bezirksleiter Friedrich: „Der Schlüssel für eine schnelle Lösung liegt in der Konkretisierung“. Am Donnerstag geht es in die 4. Verhandlungsrunde.
Entgelte steigen um 5,2 und 3,3 Prozent. Hinzu kommt eine steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von 3.000 Euro. Bezirksleiter Friedrich: „Der Tarifabschluss hilft den Beschäftigten in dieser schwierigen Zeit.“ Tarifkommission entscheidet über Annahme am nächsten Mittwoch.
Nach gut einer Stunde wurde die fünfte Verhandlung in der Tarifrunde der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie von der IG Metall beendet.
Die jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter engagieren sich stark für ihre Interessen – und konnten in den vergangenen vier Jahren viele Erfolge verzeichnen.
Betriebsbedingte Kündigungen sind bei Airbus in Deutschland bis Ende 2023 ausgeschlossen. Darauf haben sich IG Metall und Konzernbetriebsrat in einer Gesamtlösung von betrieblichen und tariflichen Regelungen mit dem Unternehmen geeinigt.