Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie Mehr als 4.800 Beschäftigte beteiligen sich am Donnerstag bis Mittag an Warnstreiks

Schwerpunkt war Luftfahrtindustrie mit Airbus-Betrieben und Premium Aerotec. Bezirksleiter Friedrich: „Um Lösung näher zu kommen, braucht es ein deutlich besseres Angebot“. IG Metall Küste ruft am Freitag Belegschaften in 65 Betrieben zu Warnstreiks auf.

Airbus, Bremen

3. November 2022 3. November 2022


Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall Küste am Donnerstag (3.11.) erstmals in allen fünf norddeutschen Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen. Bis zum Mittag beteiligten sich mehr als 4.800 Beschäftigte aus 30 Unternehmen. Ein Schwerpunkt war die Luftfahrtindustrie mit den Airbus-Betrieben in Bremen, Nordenham sowie Premium Aerotec in Varel. Am Nachmittag und Abend sind weitere Warnstreiks mit mehreren tausend Teilnehmenden geplant, unter anderem im Mercedes-Benz-Werk und bei Lear in Bremen und bei Airbus Aerostructures in Stade.

„Beim Geld haben die Arbeitgeber außer einer Einmalzahlung bisher nichts konkretes zu bieten. Und dafür verlangen sie auch noch eine maximale Laufzeit und automatische Abweichungen“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, am Vormittag auf einer Kundgebung vor dem Airbus-Werk in Bremen. „Mit solchen Vorschlägen provozieren die Arbeitgeber Warnstreiks. Einer Lösung am Verhandlungstisch kommen wir damit nicht näher.“

Höhepunkt der ersten Warnstreikwelle ist im IG Metall-Bezirk Küste am Freitag (4.11.), wenn die Gewerkschaft mehrere tausend Beschäftigte aus 65 Betrieben in allen fünf norddeutschen Bundesländern zu mehrstündigen Arbeitsniederlegungen aufruft. IG Metall-Bezirksleiter Friedrich ist am Freitag in Schleswig-Holstein unterwegs und spricht auf Kundgebungen bei der Lürssen Kröger Werft in Schacht-Audorf sowie bei Caterpillar und Raytheon Anschütz in Kiel.

Für die 130.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall Küste acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Am 10. November ist die vierte Verhandlungsrunde in Hamburg geplant.

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