Metall- und Elektroindustrie IG Metall Küste startet Diskussion über Forderungen für Tarifrunde

Auf einer Konferenz in Hamburg diskutierten Metallerinnen und Metaller über Themen und Forderungen für die im Herbst beginnenden Verhandlungen. Bezirksleiter Daniel Friedrich: "Die Kolleginnen und Kollegen erwarten dauerhaft mehr Geld."

Tarifauftakt 2022 in Hamburg: Tarifkonferenz

Wie ist die wirtschaftliche Lage im Betrieb? Wie hoch soll die Forderung für die Tarifrunde sein? Bist Du bereit, in der Tarifbewegung mitzumachen? Das will die IG Metall Küste von den Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie wissen. Mit Beginn dieser Woche werden Fragebögen in 267 Betrieben mit mehr als 113.000 Beschäftigten in den fünf norddeutschen Bundesländern verteilt. Online oder schriftlich können die Beschäftigten bis Ende des Monates Antworten geben. Die Ergebnisse fließen in die Diskussion und Entscheidung der Tarifkommission zum Forderungsbeschluss Ende Juni ein.

„Angesichts der stark steigenden Preise und der weiterhin teils hohen Gewinne erwarten die Kolleginnen und Kollegen dauerhaft mehr Geld“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Eine Einmalzahlung reicht nicht, die Lohnerhöhungen müssen in den Entgelttabellen festgeschrieben werden.“ Darüber hinaus müsse der Staat für weitere Entlastungen sorgen - nicht pauschal, sondern gestaffelt nach Einkommen. „Menschen mit niedrigeren Einkommen, Alleinerziehende, Familien und Rentner brauchen Unterstützung. Vermögende müssen stärker herangezogen werden, um die Folgen der Krisen zu schultern.“

Auftakt mit Konferenz

Laut Friedrich hat die IG Metall die wirtschaftlichen Unsicherheiten im Blick. „Die Corona-Pandemie klingt zumindest in Europa allmählich ab, allerdings hat nun der Krieg Russlands gegen die Ukraine erhebliche Folgen für die Wirtschaft. Ausbleibende Energie- und Rohstofflieferungen gefährden das Wachstum in Deutschland“, erklärte der Bezirksleiter. „Auch das werden wir bei der weiteren Debatte über unsere Forderungen berücksichtigen.“

Den Startschuss für die Diskussion unter den Mitgliedern hat die IG Metall Küste am Dienstag auf einer Konferenz in der Beachhalle Hamburg gegeben. Mit Sand unter den Füßen diskutieren etwa 180 Metallerinnen und Metaller über Themen und Forderungen für die im Herbst beginnenden Verhandlungen. In Workshops bereiteten sie zudem Aktionen in Betrieben und auf Kundgebungen vor.

Beginn der Verhandlungen im Bezirk Küste ist am 16. September 2022. Die Entgelt-Tarifverträge laufen am 30. September 2022 aus. Am 28. Oktober 2022 endet die Friedenspflicht.

Neu auf kueste.igmetall.de
zwei Windkraftanlagen während eines Sonnenuntergangs

Betriebsräte aus der Windindustrie kritisieren Energiepläne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche

Die IG Metall Küste und die Betriebsräte aus der gesamten Windenergiebranche kritisieren die aktuellen Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, die diese Woche vorgestellt wurden, in einer gemeinsamen Erklärung:

Schweißer in der Industrie

Norddeutschlands Industrie bleibt robust - doch die Lage ist fragil

Metall- und Elektroindustrie steht „zwischen Licht und Schatten“ - Bezirksleiter Friedrich kritisiert Sozialstaatsdebatte: „Die CDU muss sich entscheiden: Beschäftigte zu Sündenböcken machen - oder gemeinsam mit ihnen den Wandel gestalten. Beides geht nicht.“

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

Tarifergebnis hat Signalwirkung für die Küste

Die Monatslöhne steigen in zwei Stufen um 2 und 2,2 Prozent. Dazu erhalten die Beschäftigten im April 2026 eine Einmalzahlung von 300 Euro. Für Auszubildende wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro vereinbart. Außerdem steigen die Ausbildungsvergütungen in zwei Stufen um jeweils 30 Euro.

Mercedes Benz Lübeck

Mercedes-Benz Beschäftigte in Lübeck fordern faire Lösungen nach Verkauf an Süverkrüp-Brinkmann

IG Metall Küste fordert Tarifbindung für die Mercedes-Benz Niederlassung Lübeck: Der geplante Betriebsübergang zu Süverkrüp-Brinkmann droht Entgeltverluste bis zu 25 %. Beschäftigte fordern faire Lösungen und klare Zusagen, statt unsicherer Zukunft.

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

De-Industrialisierung verhindern, Osten zukunftsfest aufstellen!

Die IG Metall hat Politik und Wirtschaft aufgefordert, mit allen Mitteln eine zweite De-Industrialisierung in Ostdeutschland zu verhindern.

Demo vor Firmenzentrale am 25.09.2025

Erste Warnung an Jungheinrich: 350 Beschäftigte demonstrieren lautstark vor Firmenzentrale

Der Gabelstaplerbauer lehnt Zukunftsgespräche für den Standort Lüneburg ab. Mit Tröten, Hupen und kämpferischer Stimmung haben rund 350 Beschäftigte vor der Firmenzentrale in Hamburg demonstriert.

Warnstreik am 15. Oktober 2021 der IG Metall Oldenburg/Wilhelmshaven bei Berry Bramlage GmbH am Unternehmenssitz in Lohne.

Unsere Forderung: 5% mehr Entgelt in der Holz- und Kunststoffindustrie

Fachkräfte sichern, Zukunft gestalten: Wir fordern 5 % mehr Entgelt in der Holz- und Kunststoffindustrie. Hintergrund sind hohe Unzufriedenheit, drohende Abwanderung und der Wunsch nach attraktiveren Ausbildungsbedingungen.

Schiff in einer Werft

Meyer Werft: Aufträge sichern Papenburg, aber wir brauchen Klarheit für die anderen Standorte

Auftrags-Sicherheit in Papenburg ist gut und notwendig. Die vereinbarte Beschäftigungssicherung für mindestens 3.100 Kolleginnen und Kollegen muss umgesetzt werden.

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

Maßnahmen der Bundesregierung reichen nicht aus für eine Trendwende der wirtschaftlichen Lage

Betriebsräte an der Küste schlagen Alarm

Schiffbau

Schiffbau-Befragung: Werften blicken optimistisch in die Zukunft – Auftragslage nimmt zu

Betriebsräte-Befragung: 57 Prozent der Unternehmen erwarten eine Zunahme der Auftragslage in den kommenden zwei Jahren - IG Metall-Bezirksleiter Friedrich: „Erstmals wieder positive Perspektiven für den Aufbau neuer Arbeitsplätze.“

Zwei Techniker mit Kabeln und Werkzeug vor ihrem Lieferwagen

Tarifabschluss in der Technischen Gebäudeausrüstung Mecklenburg-Vorpommern

Einigung im Tarifkonflikt für die Technische Gebäudeausrüstung Mecklenburg-Vorpommern

Rüstungsgewinne Symbolbild

Übergewinnsteuer für Rüstungsindustrie

Die IG Metall Küste fordert eine Übergewinnsteuer für die Rüstungsindustrie. Hintergrund sind die massiven Gewinnsteigerungen großer Rüstungskonzerne seit Beginn des Kriegs in der Ukraine. Bezirksleiter Friedrich: „Wer an der Aufrüstung verdient, muss einen fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.“

Ein junger Mann steht bei einer Menschenmenge.
Mitglied werden
Gemeinsam stark

Wer in einem Betrieb mit Tarifvertrag arbeitet, verdient nicht nur mehr, sondern ist auch in der Krise besser abgesichert. Aber: Tarifverträge fallen nicht vom Himmel – sie müssen erkämpft werden. Dabei gilt die alte Faustregel: Je mehr aktiv mitmachen und die IG Metall unterstützen, desto größer die Chance, einen guten Tarifvertrag durchzusetzen.

20181023_deutschland_geschaeftsstellen_bezirke_002.jpg
IG Metall vor Ort
Beratung, Service, Hilfe

Noch Fragen? Informiere Dich bei Deiner zuständigen IG Metall Geschäftsstelle.