Reaktion auf Spritpreis-Entlastung Bezirksleiter Friedrich: Entlastungen hätten zielgerichteter sein können

Die Bundesregierung hat Beschlüsse zur Abfederung der hohen Energiepreise vorgelegt. Das Maßnahmenpaket kommentiert Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste.

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Die Bundesregierung hat Beschlüsse zur Abfederung der hohen Energiepreise vorgelegt. Sie will Arbeitgebern ermöglichen, ihren Beschäftigten 2026 eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro zu zahlen. Außerdem soll die Energiesteuer bei Diesel und Benzin um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter begrenzt auf zwei Monate gesenkt werden. Das Maßnahmenpaket kommentiert Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste.

„Gut, dass es endlich eine Entscheidung gibt, die Wirkung muss abgewartet werden. Kurzfristige Entlastungen sind richtig und notwendig, sie hätten jedoch zielgerichteter sein können, indem man die unteren Einkommensgruppen entlastet hätte. Zugleich brauchen wir aber auch langfristige Stabilität bei den Energiepreisen. Sprit muss bezahlbar bleiben, deshalb muss die Senkung der Mineralölsteuer wirken, und nach den massiven Preissteigerungen brauchen wir jetzt auch eine Übergewinnsteuer. Klar ist: Entlastungen müssen bei den Beschäftigten ankommen – und dauerhaft sind faire Löhne und gute Einkommen der entscheidende Hebel.“ 

 

Norddeutsche Industriebetriebe hatten kürzlich gewarnt, dass die hohen Energiepreise – unabhängig von den jüngsten Entwicklungen infolge des Iran-Kriegs – ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Das zeigte eine aktuelle Befragung von Betriebsräten der IG Metall Küste aus dem Frühjahr 2026. 

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