In der zweiten Verhandlung haben die Arbeitgeber ein „Angebot“ vorgelegt. Mehr als 1.500 Metallerinnen und Metaller haben es auf einer Kundgebung vor dem Verhandlungslokal in Oldenburg mit einem Pfeifkonzert kommentiert.
Hier das „Angebot“ der Arbeitgeber:
8 Nullmonate
Durchschnittlich 700 € Einmalzahlung zum 1. Juli 2027 je nach Bundesland (HH: 817 €, MV: 555 €)
199 € Einmalzahlung für Azubis
1,3 Prozent Tabellenerhöhung zum 1. Juli 2028
Laufzeit: 31. Dezember 2028
Die Einmalzahlung soll bei schlechter wirtschaftlicher Lage einseitig gestrichen werden können. Das Ganze steht unter dem Vorbehalt, dass künftig betriebliche Vereinbarungen über Verzicht der Beschäftigten für Investitionen und Beschäftigungssicherung getroffen werden können. Das kann sowohl das Streichen von Sonderzahlungen als auch die unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit sein. Eine tarifliche Gewinnbeteiligung lehnen die Arbeitgeber weiterhin ab.
Das Signal der IG Metaller*innen, die sich auf dem Europaplatz in Oldenburg versammelt hatten, war deutlich: DAS ist doch nicht deren Ernst!
„Das Angebot verschärft die Verhandlung und erschwert eine Lösung. Bei 3,3 % Inflation wäre das eine knallharte Minusrunde für die Beschäftigten. Nordmetall zeigt, dass sie die Sorgen der Beschäftigten nicht ernst nehmen. Hinzu kommt die Fortsetzung der Ost-West-Unterschiede. Die Arbeitgeber tragen die Verantwortung dafür, dass die Tarifbewegung jetzt auf die Straße getragen wird!“
In der zweiten Verhandlung haben die Arbeitgeber ein „Angebot“ vorgelegt.
Foto: IG Metall
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