Nach Online-Mitgliederversammlung
MV Werften: IG Metall Küste drängt auf Verlängerung der Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat die Regelungen zum Kurzarbeitergeld verlängert. Das Instrument muss auch von den MV Werften genutzt werden.


„Das Unternehmen muss möglichst viel Personal an Bord halten, um die Global 1 fertigzustellen und die Global 2 nach einem erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsgespräche mit der eigenen Mannschaft weiterbauen zu können“, erklärte Stefan Schad, Geschäftsführer der IG Metall Rostock und Schwerin am Dienstag nach einer Online-Mitgliederversammlung, in der die Gewerkschaft über den aktuellen Stand informierte.

„Die Bundesregierung hat die Regelungen zum Kurzarbeitergeld verlängert und entlastet die Unternehmen weiter, damit diese mit möglichst vielen Mitarbeitern durch die Krise kommen“, so der Gewerkschafter. Dieses für Betriebe und Beschäftigte gleichermaßen wertvolle Instrument müsse auch von den MV Werften weiter genutzt werden. „Wir wollen verhindern, dass jetzt unnötig viele Beschäftigte mit guten Tarifverträgen ihre Arbeitsplätze verlieren und diese später durch Leiharbeit oder Werkverträge zu erheblich schlechteren Bedingungen ersetzt werden.“


Perspektiven gefordert

Die tarifvertraglichen Regelungen zur Nutzung von Kurzarbeit und zur Sicherung der Beschäftigung an den drei Standorten Rostock, Stralsund und Wismar laufen zum Jahresende aus. „Wir müssen deshalb einen weiteren massiven Personalabbau an allen drei Standorten befürchten“, sagte IG Metall-Geschäftsführer Schad. „Um Beschäftigung zu sichern, braucht es eine schnelle Entscheidung über Anschlussaufträge. Kurzfristig für Arbeit kann der Weiterbau der Global 2 sorgen. Deshalb muss es in den laufenden Verhandlungen zur weiteren Finanzierung der MV Werften auch um diesen Auftrag gehen.“

Die IG Metall Küste fordert Perspektiven für alle drei Standorte in Mecklenburg-Vorpommern und die Lloyd-Werft in Bremerhaven - mit oder ohne Genting. Wenn das Unternehmen für einzelne Standorte keine Zukunft sieht, muss es nach Ansicht der Gewerkschaft den Weg für einen Verkauf freimachen. In Bremerhaven gebe es mit der Rönner-Gruppe und in Stralsund mit der Stadt und Nordic Yards mögliche Käufer.

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