Luft- und Raumfahrtindustrie
Airbus: Start der Tarifverhandlungen

In der Auseinandersetzung um die künftige Struktur von Airbus Operations und Premium AEROTEC fordert die IG Metall einen Sozialtarifvertrag, in dem die Bedingungen für die von der Umstrukturierung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geregelt werden.


Das hat die Tarifkommission mit IG Metall-Mitgliedern aus beiden Unternehmen am Freitag beschlossen.

„Nach kraftvollen Aktionen in den Betrieben und mit viel politischer Unterstützung für die Beschäftigten an den Standorten starten wir jetzt in die Tarifbewegung“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Gemeinsam mit der Geschäftsführung müssen wir zu Lösungen kommen, mit denen der Abbau von Arbeitsplätzen und die Schließung von Standorten verhindert wird. Sollten wir in den Verhandlungen nicht weiterkommen, sind Warnstreiks für unsere Forderung nach einem Sozialtarifvertrag kurzfristig möglich.“  

Holger Junge, Konzernbetriebsratsvorsitzender Airbus, ergänzt: „Die Pläne des Airbus-Managements überzeugen uns nicht. Wir erwarten vom Arbeitgeber feste Zusagen für die heutigen Arbeitsanteile in bestehenden und vor allem zukünftigen Projekten und Programmen von Airbus Operations und Premium AEROTEC, mit denen die Zukunft aller jetzigen Standorte und die Arbeitsplätze langfristig gesichert werden.“ 

Thomas Busch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Premium AEROTEC: „Statt Spaltung und Zerschlagung brauchen wir eine Stärkung der Wertschöpfungskette unter Einbeziehung aller Standorte. Airbus darf die Corona-Krise nicht ausnutzen, um den Konzern auf Kosten der Beschäftigten und einzelner Standorte neu zu strukturieren. Wir brauchen Sicherheit für die Beschäftigten aller Standorte. Dafür treten wir in der Tarifbewegung an.“

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Jan-Marcus Hinz, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Airbus Operations: „Bis heute konnte das Management nicht überzeugend nachweisen, warum nach der Schaffung neuer Schnittstellen, die Abarbeitung der vollen Auftragsbücher besser funktionieren soll. Das ist sehr hoch gepokert und das Spielgeld wird auf Kosten ganzer Standorte bereitgestellt - nämlich der Premium AEROTEC-Standorte. Auch bleibt offen, wie alle Airbus-Operations-Standorte an Zukunftsprojekten beteiligt werden können.“

 

Am Montag und Dienstag sind in den Betrieben kleinere Aktionen geplant: Metallerinnen und Metaller wollen den Arbeitgebern zum Start der Tarifbewegung große Karten übergeben. Außerdem werden die Beschäftigten mit Flugblättern über die sich weiter zuspitzende Auseinandersetzung informiert. Am Mittwoch (1.9.) starten dann die Tarifverhandlungen mit der Geschäftsführung in Hamburg.

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