Für die Arbeitsplätze und Standorte
Airbus-Beschäftigte protestieren gegen geplante Zerschlagung des Konzerns

"Finger weg von unseren Standorten! Rote Karte für das Airbus-Management": Unter diesem Motto rufen IG Metall und Konzernbetriebsrat zu Protesten an allen deutschen Airbus-Standorten auf.


In Norddeutschland sind Aktionen wie Kundgebungen und Betriebsversammlungen bei Airbus in Bremen, Hamburg und Stade sowie bei dem Tochterunternehmen Premium AEROTEC in Nordenham und Varel geplant.

"An allen Standorten stellen wir uns gleichzeitig gegen die Pläne des Managements. Einer Zerschlagung und einem Verkauf von Teilen des Konzerns erteilen die Beschäftigten eine deutliche Absage", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, vor dem bundesweiten Aktionstag. Die Gründung von weiteren Tochtergesellschaften mache keinen Sinn und erhöhe nur den Druck auf die Beschäftigten. "Sie müssen die Verlagerung von Teilen der Produktion in Billiglohnländer und Einschnitte bei den Einkommen befürchten. Das Management sollte stattdessen auf eine Stärkung der Standorte und die vorhandenen Kernkompetenzen setzen", so Friedrich. "Statt die Belegschaften mit immer neuen Plänen zu verunsichern und zu spalten, brauchen wir Zukunftsperspektiven und Stabilität."

Das Airbus-Management hatte angekündigt, die Fertigung der zivilen Flugzeugstrukturfertigung umzubauen. Dabei wird geplant, wesentliche Teile des Konzerns zu zerschlagen und in zwei neue Gesellschaften auszulagern: ein neues Unternehmen für die Einzelteilfertigung und eine neue Tochtergesellschaft für die Strukturmontage. Am 19. Mai soll es im Europäischen Betriebsrat weitere Informationen dazu von der Geschäftsführung geben. Konzernbetriebsrat und IG Metall sehen in dem angekündigten Konzernumbau eine Schwächung des Luftfahrtstandortes Deutschland. Die Gründung neuer Gesellschaften und die Spaltung von Standorten führe zu mehr Schnittstellen im Produktionsprozess, mehr Komplexität, mehr Bürokratie und mehr Kosten.

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