Windenergie IG Metall Küste und Aktion Wind protestieren gegen geplante Verschlechterungen beim Windkraftausbau

Die IG Metall Küste und die Beschäftigteninitiative Aktion Wind haben heute (Donnerstag, 24. September) gemeinsam mit dem Bundesverband WindEnergie (BWE) gegen die geplante EEG-Novelle und das Netzpaket der Bundesregierung protestiert

Aktion Wind WindEnergy

24. September 2026 24. September 2026


Auf der Windmesse WindEnergy Hamburg beteiligten sich mehr als 180 Beschäftigte, darunter zahlreiche Betriebsräte aus der Windkraftindustrie, an einer Protestaktion. Hintergrund ist die für heute Abend geplante erste Beratung des Gesetzespakets im Bundestag. 

 

Die Initiatoren warnen vor negativen Folgen für Beschäftigung, Investitionen und den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland. Aus ihrer Sicht drohen die geplanten Änderungen, die Entwicklung einer für Energiewende und Industriestandort zentralen Branche auszubremsen. 

 

Pawel Bechthold, Elektroniker in Ausbildung in der Windindustrie und Sprecher von Aktion Wind, erklärt: 

 

„Meine Kollegen und ich arbeiten und lernen, um Deutschland unabhängig von unberechenbaren fossilen Importen zu machen. Katherina Reiche arbeitet daran, unsere Zukunftsjobs abzuschaffen und ihre reichen Freunde noch reicher zu machen.“ 

 

Weiter sagt er: 

 

„Vor der ersten Lesung setzen wir mit unserem Protestfoto auf der Windmesse ein klares Zeichen: Wir sind die Praktiker der Energiewende und wir sind wütend, dass unser Einsatz ausgebremst wird.“ 

 

Franziska Wagner, Windparkplanerin und Betriebsrätin bei VSB, betont: 

 

„Mit unserer Petition und mehr als 3.000 Beschäftigten im Rücken fordern wir vor den Beratungen zum EEG: Hände weg von unseren Arbeitsplätzen. Wir brauchen ein Ende der Unsicherheit und verlässliche politische Rahmenbedingungen.“ 

 

Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, erklärt: 

 

„Die Beschäftigten der Windindustrie erleben gerade, wie politische Unsicherheit eine Zukunftsbranche ausbremst. Unsere Betriebsräte erwarten bereits heute den Abbau von mehr als 600 Arbeitsplätzen. Statt Investitionen und Planungssicherheit drohen durch die EEG-Novelle und das Netzpaket neue Risiken für Beschäftigung und Wertschöpfung. Wer die Windindustrie schwächt, schwächt Klimaschutz, Energiesicherheit und den Industriestandort Deutschland zugleich.“