Pressemitteilung Tausende Beschäftigte in Bremen, Hamburg und Emden protestieren gegen Sparpläne von Mercedes und VW

Mehr als 9.000 Beschäftigte bei Mercedes und Volkswagen in Norddeutschland haben gegen geplante Einschnitte bei Arbeitszeit, Tarifleistungen und Arbeitsplätzen protestiert. Mit Kundgebungen in Bremen, Hamburg und Emden setzen sie ein klares Signal für sichere Standorte.

2026_07_03 Mercedes Hamburg


  • In Bremen nahmen 5.000 Mercedes-Beschäftigte am Aktionstag teil, in Hamburg weitere 300.
  • Beim VW-Werk in Emden protestierten über 4.000 VW-Beschäftigte gegen die Sparpläne des Volkswagen-Konzerns.
  • Bezirksleiter Friedrich: „Ob Mercedes oder Volkswagen, die Beschäftigten sind nicht bereit, die Zeche für das Managerversagen zu zahlen.“

 

Mit Protestaktionen in den Mercedes-Werken Bremen und Hamburg sowie im Volkswagen-Werk Emden haben Tausende Beschäftigte in Norddeutschland ein deutliches Zeichen gegen die Spar- und Kürzungspläne der Automobilkonzerne gesetzt. „Ob Mercedes oder Volkswagen, die Beschäftigten sind nicht bereit, die Zeche für das Managerversagen zu zahlen“, sagt Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Die Beschäftigten haben die aktuellen Probleme der Unternehmen nicht verursacht. Sie haben in den vergangenen Jahren Milliarden erwirtschaftet, die Transformation mitgetragen und immer wieder Flexibilität bewiesen.“ Wer die 40-Stunden-Woche, tarifliche Leistungen kürzen oder Arbeitsplätze abbauen wolle, habe die tatsächlichen Herausforderungen nicht verstanden und werde noch mehr Widerstand von den Beschäftigten zu spüren bekommen. „Wer die 35-Stunden-Woche angreift, legt sich mit der gesamten IG Metall an“, so Friedrich.

 

Im Bremer Mercedes-Werk beteiligten sich über 5.000 Metallerinnen und Metaller an dem Aktionstag unter dem Motto „Jetzt reicht’s! Standorte sichern, Tarifstandards verteidigen!“, zu dem die IG Metall bundesweit aufgerufen hatte. Zwei Demonstrationszüge versammelten sich zu der Kundgebung vor dem Werk und sorgten dafür, dass die Bänder stillstanden und die Produktion ruhte. Auch Regierungschef Andreas Bovenschulte sprach zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und sagte ihnen die Unterstützung des Bremer Senats zu.

 

Im Hamburger Mercedes-Werk kamen mehr als 300 Beschäftigte zu der Kundgebung vor dem Werkstor. Außerdem protestierten mehr als 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VW-Werks in Emden gegen die Sparpläne des Volkswagen-Konzerns.

 

Hintergrund sind Pläne der Unternehmensleitungen, die Lasten der wirtschaftlichen Herausforderungen auf die Beschäftigten abzuwälzen. Der Mercedes-Konzern hatte vor einer Woche angekündigt, den sogenannten Transformationsbaustein - eine tariflich vereinbarte Sonderzahlung in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts - vorerst nicht auszuzahlen. Gleichzeitig fordert das Management längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. Statt der tariflich vereinbarten 35-Stunden-Woche sollen die Beschäftigten bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten.

 

Bei Volkswagen sorgen Berichte über einen verschärften Sparkurs für große Verunsicherung in den Belegschaften. So sollen in den kommenden Jahren 100.000 Stellen gestrichen und vier deutsche Standorte geschlossen werden.

 

„Die Zukunft der Automobilindustrie wird nicht durch Kürzungsprogramme gewonnen. Sie wird gewonnen durch Investitionen, Innovationen und starke Belegschaften“, sagt Friedrich. Wettbewerbsfähigkeit entstehe durch gute Produkte, technologische Stärke und qualifizierte Beschäftigte. „Nicht durch Arbeitszeitverlängerungen, Stellenabbau oder Einschnitte bei tariflichen Standards“, so Friedrich.

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Assistenz: Cristina Wolter

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