SHK-Handwerk Schleswig-Holstein Tarifabschluss im SHK-Handwerk Schleswig-Holstein

Lohnsteigerung in zwei Stufen: 2,9 Prozent mehr ab Mai 2026 und weitere 3,2 Prozent mehr ein Jahr später - Gehälter steigen um zwei Stufen: 115 Euro mehr ab Mai 2026 und weitere 75 Euro ein Jahr später

Ein Auszubildender zum Gas-Wasser Installateur bekommt von seinem Meister etwas erklärt.


In der Tarifrunde für die Beschäftigten im Sanitär‑, Heizungs‑ und Klimahandwerk (SHK) in Schleswig-Holstein hat die IG Metall Küste ein solides und zukunftsgerichtetes Tarifergebnis erzielt. Gewerkschaft und Arbeitgeber einigten sich in der zweiten Verhandlungsrunde auf spürbare Entgeltsteigerungen in zwei Stufen sowie auf deutliche Verbesserungen für Auszubildende. 

Die Löhne steigen zum 1. Mai 2026 um 2,9 Prozent und ein Jahr später um weitere 3,2 Prozent. Die Gehälter erhöhen sich um 115 Euro ab Mai 2026 sowie um zusätzliche 75 Euro ab Mai 2027. Damit schafft der Abschluss Planungssicherheit und sorgt für reale Verbesserungen – gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten. 

Besonders deutlich profitieren die Auszubildenden. Die Ausbildungsvergütungen steigen um insgesamt 150 Euro pro Ausbildungsjahr, aufgeteilt in zwei Stufen à 75 Euro. „Gute Arbeit muss von Anfang an gut bezahlt werden. Wer Fachkräfte für die Zukunft will, muss auch heute in die Ausbildung investieren“, betont Robert Peter, Verhandlungsführer der IG Metall Küste. 

Im Tarifabschluss wurde außerdem vereinbart, die Lohn- und Gehaltstarifverträge zu überarbeiten. Das eröffnet eine klare tarifpolitische Perspektive für die kommenden Jahre. „Dieses Ergebnis ist kein Zufall, sondern Ausdruck gewerkschaftlicher Stärke, klarer Forderungen aber auch einer verhandlungsbereiten Arbeitgeberseite. Besonders die Klimahandwerke, wie das SHK-Handwerk, sind absolut zukunftsrelevant. Um Fachkräfte für die Branche zu sichern und neue zu gewinnen, sind gute tarifliche Arbeitsbedingungen unverzichtbar. Nur so können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern und die Attraktivität unseres Handwerks weiter steigern“, so Peter weiter. Der Abschluss zeige, dass es gute Tarifverträge nur mit einer starken Gewerkschaft im Betrieb gibt.