Angesichts der aktuellen Debatten um das F126-Fregattenprogramm erklärt der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich:
„Wir haben immer vor einer Vergabe zentraler Aufträge ins Ausland gewarnt. Leider haben wir mit unseren Befürchtungen recht behalten. Jetzt sind der Bund, die Werften und alle Beteiligten gefordert, die Beschäftigung und Auslastung der Werftstandorte und Zulieferer im Norden nachhaltig zu sichern.
An Arbeit mangelt es nicht. Die Auftragsbücher in der maritimen Industrie sind voll. Die Herausforderung besteht darin, die vorhandene Arbeit intelligent, verlässlich und gerecht auf die Standorte zu verteilen. Beschäftigte, Werften und ganze Regionen dürfen nicht die Leidtragenden falscher politischer Entscheidungen der Vergangenheit werden.
Es darf nicht sein, dass unsere Werftstandorte die Zeche für politische Fehlentscheidungen der Vergangenheit zahlen.“
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plant laut einem Bericht des „Spiegel“ den Ausstieg aus dem Projekt zum Bau von F126-Fregatten. Über Jahre war die beauftragte niederländische Werft Damen Naval mit dem Projekt in Verzug geraten. Das Verteidigungsministerium hatte daraufhin im vergangenen Jahr Lürssen Naval Vessels (inzwischen von Rheinmetall übernommen) mit dem Bau beauftragt.