Maritime Industriestrategie Erstmalig Europäische Maritime Industriestrategie

Die Europäische Kommission hat diese Woche industriepolitische Maßnahmen zur Stärkung des Schiffbaus in Europa präsentiert. Die IG Metall begrüßt diese Strategie, die die Realität eines unfairen globalen Wettbewerbs anerkennt und wichtige Impulse für europäische und deutsche Wertschöpfung setzt.

Schiffbau


Zu den angekündigten Maßnahmen erklärt Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste:

„Wir sehen die Strategie als Wendepunkt und als erstmalige ernsthafte industriepolitische Initiative zugunsten des europäischen Schiffbaus, wovon auch die deutschen Werften profitieren können. Diese Initiative ist eine Anerkennung des maritimen Sektors als strategisch kritische Industrie.

Europäische Schiffbaukapazitäten können gestärkt und asiatische Wettbewerbsvorteile abgewendet werden. Der Schiffbau mit seinen Zulieferern ist eine Schlüsselindustrie für Europas wirtschaftliche und politische Sicherheit und bietet hochqualifizierte Arbeitsplätze.

Wir brauchen jetzt konkrete Maßnahmen, um die Attraktivität der Branche zu steigern und mehr junge Menschen – vor allem Frauen – für maritime Berufe zu gewinnen. Dazu gehören verbindliche nationale Maßnahmen, wie die Bindung öffentlicher Aufträge an betriebliche Ausbildungsquoten und tarifliche Löhne.

Es ist gut, dass die Strategie die Sozialpartnerschaft in diesem wichtigen Sektor hervorhebt und unterstützt. Unserer Ansicht nach braucht europäische Industriepolitik auch weiterhin einen starken sozialen Dialog.“

Ansprechpartnerin
Politik und Maritime Wirtschaft

Melanie Frerichs

Assistenz: Cristina Wolter

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