Zustimmung von 92 Prozent IG Metall-Mitglieder bei Windanlagenhersteller Vestas stimmen für Verhandlungsergebnis

Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Mitglieder der IG Metall beim Windenergieanlagenhersteller Vestas für die Annahme des Verhandlungsergebnisses für einen Tarifvertrag ausgesprochen.

Vestas Beschäftigte demonstrieren beim Windgipfel in Berlin

14. Juli 2023 14. Juli 2023


Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Mitglieder der IG Metall beim Windenergieanlagenhersteller Vestas für die Annahme des Verhandlungsergebnisses für einen Tarifvertrag ausgesprochen. 92 Prozent der aufgerufenen Mitglieder stimmten in einer Online-Abstimmung für das mit der Geschäftsführung erzielte Ergebnis. Damit treten die tariflichen Vereinbarungen zu Entgeltsteigerungen, Inflationsausgleichprämie, Altersteilzeit sowie einer neuen Entgeltstruktur für die Servicetechniker in Kraft. Der Streik, der mit 123 Streiktagen einer der längsten in der Geschichte der IG Metall war, ist damit formal beendet.

Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste: „Das klare Ergebnis zeigt die Geschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen bei Vestas. Gemeinsam sind sie auch den letzten Schritt zu einem Tarifvertrag gegangen. Sie setzen damit ein Zeichen weit über das Unternehmen hinaus: Mit Solidarität, Kraft und Ausdauer lässt sich viel erreichen - hoffentlich bald auch in vielen anderen Betrieben der Windbranche, die bei Tarifverträgen noch Nachholbedarf haben.“

Martin Bitter, Geschäftsführer der IG Metall Rendsburg, ergänzte: „Die große Zustimmung zu dem Verhandlungsergebnis werten wir als einen Vertrauensbeweis in diese außergewöhnliche Tarif- und Streikbewegung. Sie ist auch ein Bekenntnis zum Prinzip der Tarifbindung. Jetzt haben wir eine gute Startbasis für die Weiterentwicklung tariflicher Standards bei Vestas.“

Für die Beschäftigten im Service und für die Auszubildenden wird zum 1.1.2024 ein Entgeltsystem eingeführt. Für alle Beschäftigten erhöhen sich die Entgelte zum 1. Januar 2024 um 5,4 Prozent. Zum 1. Januar 2025 sollen dann die Entgeltsteigerungen der Tarifrunde 2024 der Metall- und Elektroindustrie übernommen werden. Außerdem gibt es eine Inflationsausgleichsprämie von insgesamt 2750 Euro, die in zwei Schritten am 1.7.2023 und 1.1.2024 ausgezahlt wird. Neu ist auch eine Regelung zur Altersteilzeit, vergleichbar mit der in den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie.

Neu auf kueste.igmetall.de
zwei Windkraftanlagen während eines Sonnenuntergangs

Betriebsräte aus der Windindustrie kritisieren Energiepläne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche

Die IG Metall Küste und die Betriebsräte aus der gesamten Windenergiebranche kritisieren die aktuellen Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, die diese Woche vorgestellt wurden, in einer gemeinsamen Erklärung:

Schweißer in der Industrie

Norddeutschlands Industrie bleibt robust - doch die Lage ist fragil

Metall- und Elektroindustrie steht „zwischen Licht und Schatten“ - Bezirksleiter Friedrich kritisiert Sozialstaatsdebatte: „Die CDU muss sich entscheiden: Beschäftigte zu Sündenböcken machen - oder gemeinsam mit ihnen den Wandel gestalten. Beides geht nicht.“

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

Tarifergebnis hat Signalwirkung für die Küste

Die Monatslöhne steigen in zwei Stufen um 2 und 2,2 Prozent. Dazu erhalten die Beschäftigten im April 2026 eine Einmalzahlung von 300 Euro. Für Auszubildende wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro vereinbart. Außerdem steigen die Ausbildungsvergütungen in zwei Stufen um jeweils 30 Euro.

Mercedes Benz Lübeck

Mercedes-Benz Beschäftigte in Lübeck fordern faire Lösungen nach Verkauf an Süverkrüp-Brinkmann

IG Metall Küste fordert Tarifbindung für die Mercedes-Benz Niederlassung Lübeck: Der geplante Betriebsübergang zu Süverkrüp-Brinkmann droht Entgeltverluste bis zu 25 %. Beschäftigte fordern faire Lösungen und klare Zusagen, statt unsicherer Zukunft.

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

De-Industrialisierung verhindern, Osten zukunftsfest aufstellen!

Die IG Metall hat Politik und Wirtschaft aufgefordert, mit allen Mitteln eine zweite De-Industrialisierung in Ostdeutschland zu verhindern.

Demo vor Firmenzentrale am 25.09.2025

Erste Warnung an Jungheinrich: 350 Beschäftigte demonstrieren lautstark vor Firmenzentrale

Der Gabelstaplerbauer lehnt Zukunftsgespräche für den Standort Lüneburg ab. Mit Tröten, Hupen und kämpferischer Stimmung haben rund 350 Beschäftigte vor der Firmenzentrale in Hamburg demonstriert.

Warnstreik am 15. Oktober 2021 der IG Metall Oldenburg/Wilhelmshaven bei Berry Bramlage GmbH am Unternehmenssitz in Lohne.

Unsere Forderung: 5% mehr Entgelt in der Holz- und Kunststoffindustrie

Fachkräfte sichern, Zukunft gestalten: Wir fordern 5 % mehr Entgelt in der Holz- und Kunststoffindustrie. Hintergrund sind hohe Unzufriedenheit, drohende Abwanderung und der Wunsch nach attraktiveren Ausbildungsbedingungen.

Schiff in einer Werft

Meyer Werft: Aufträge sichern Papenburg, aber wir brauchen Klarheit für die anderen Standorte

Auftrags-Sicherheit in Papenburg ist gut und notwendig. Die vereinbarte Beschäftigungssicherung für mindestens 3.100 Kolleginnen und Kollegen muss umgesetzt werden.

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

Maßnahmen der Bundesregierung reichen nicht aus für eine Trendwende der wirtschaftlichen Lage

Betriebsräte an der Küste schlagen Alarm

Schiffbau

Schiffbau-Befragung: Werften blicken optimistisch in die Zukunft – Auftragslage nimmt zu

Betriebsräte-Befragung: 57 Prozent der Unternehmen erwarten eine Zunahme der Auftragslage in den kommenden zwei Jahren - IG Metall-Bezirksleiter Friedrich: „Erstmals wieder positive Perspektiven für den Aufbau neuer Arbeitsplätze.“

Zwei Techniker mit Kabeln und Werkzeug vor ihrem Lieferwagen

Tarifabschluss in der Technischen Gebäudeausrüstung Mecklenburg-Vorpommern

Einigung im Tarifkonflikt für die Technische Gebäudeausrüstung Mecklenburg-Vorpommern

Rüstungsgewinne Symbolbild

Übergewinnsteuer für Rüstungsindustrie

Die IG Metall Küste fordert eine Übergewinnsteuer für die Rüstungsindustrie. Hintergrund sind die massiven Gewinnsteigerungen großer Rüstungskonzerne seit Beginn des Kriegs in der Ukraine. Bezirksleiter Friedrich: „Wer an der Aufrüstung verdient, muss einen fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.“