27. Oktober 2023
Pressemitteilung
Beschäftigte bei Krone machen sich in Niedersachsen und MV für Tarifverträge stark
Nach erfolgreichen Tarifabschluss bei dem zum Krone-Konzern aus dem Emsland.

 

Nach dem erfolgreichen Tarifabschluss bei dem zum Krone-Konzern aus dem Emsland gehörenden Standort Brüggen Oberflächen Systemlieferant in Herzlake (Niedersachsen) mit rund 650 Beschäftigten, fordern auch die Belegschaften von weiteren Krone-Standorten in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern Tarifverträge.

 

Dabei geht es um insgesamt 850 Beschäftigte in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern: Für die Brüggen Fahrzeugwerk GmbH in Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) mit etwa 430 Beschäftigten, SWAP und KSP in Herzlake (je etwa 100 Beschäftigte) sowie das Achsenwerk Gigant in Dinklage (Niedersachsen) mit ca. 220 Beschäftigten haben die IG Metall-Mitglieder entsprechende Forderungen beschlossen. In Lübtheen gab es Mitte Oktober bereits den zweiten Warnstreik. Die Beschäftigten dort fordern eine Angleichung ihrer Arbeitszeiten und Löhne an die im niedersächsischen Werk.

 

„Mit Tarif ist es besser: Das muss bei Brüggen nicht nur im Stammwerk in Herzlake gelten, sondern auch in allen anderen Werken und Betrieben der Unternehmensgruppe“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen innerhalb des Krone-Konzerns sind ein Relikt der Vergangenheit, mit dem endlich Schluss sein muss. Es ist ein starkes Signal, dass sich die IG Metall-Mitglieder über die Standorte hinweg auf den Weg gemacht haben, diese Ungerechtigkeiten bei Löhnen und Arbeitszeiten zu beseitigen.“

 

„Der Abschluss bei der Brüggen Oberflächen Systemlieferant hat dazu geführt, dass sich auch die Kolleginnen und Kollegen bei KSP und SWAP in Herzlake organisiert haben, um auch für ihre Betriebe eine Tarifbindung herzustellen,“ sagt Thomas Gelder, Geschäftsführer der IG Metall in Leer-Papenburg. „Bei KSP verhandeln wir auf Basis des Tarifvertrages der Kontraktlogistik und bei SWAP einen Haustarifvertrag vergleichbar zum Stammwerk. Dort ist es gelungen, die Annäherung an den Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie zu erreichen. Erstmals bekommen die Kolleginnen und Kollegen Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie das tarifliche Zusatzgeld (T-Zug).“

 

„Die Beschäftigten in Lübtheen sind weit weg von den tariflichen Regelungen der anderen Krone-Standorte. Für diese Unterschiede im Lohn und der Arbeitszeit gibt es 33 Jahre nach Wiedervereinigung nun wirklich keinen Grund mehr,“ bekräftigt Stefan Schad, Geschäftsführer der IG Metall Rostock-Schwerin.  

 

 

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gelder, Geschäftsführer IG Metall Leer-Papenburg
Stefan Schad, Geschäftsführer IG Metall Rostock und Schwerin


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