7. November 2022
Windanlagenhersteller Vestas
Streik bei Vestas gestartet: Beschäftigte legen für fünf Tage die Arbeit nieder
IG Metall hat mit Beginn der Woche zu Arbeitskampf aufgerufen. Geschäftsführer Bitter: „Es geht um gute Bedingungen für anspruchsvolle Arbeit.“ Dezentrale Kundgebungen an Servicelagern am Montagmorgen.

Die IG Metall hat die Beschäftigten der Vestas Deutschland GmbH mit Beginn dieser Woche zu einer fünftägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. „Wir wollen damit Druck machen für die Themen, die den Beschäftigten wichtig sind“, so Martin Bitter, Geschäftsführer der IG Metall Rendsburg. „Regelmäßige Entgeltsteigerungen, die Kaufkraft sichern, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Möglichkeiten zur Altersteilzeit – den Beschäftigten geht es darum, dass anspruchsvolle Facharbeit auch gut geregelt ist.“

 

88 Prozent der aufgerufenen IG Metall-Mitglieder hatten sich beim Windenergieanlagenhersteller Vestas in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Arbeitskampf ausgesprochen. „Streik ist immer das letzte Mittel. Unser Ziel ist nicht der Konflikt, unser Ziel sind zukunftsfähige Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte der Energiewende“, führt Bitter aus.  

 

Am Montagmorgen gab es dezentrale Streikkundgebungen an verschiedenen Servicelagern, unter anderem in Husum. Im Laufe der Woche wird die IG Metall über den Verlauf des Streiks in einer Online-Pressekonferenz berichten.

 

Die Vestas-Geschäftsführung hatte die Verhandlungen im Juli abgebrochen. Daraufhin  rief die IG Metall zu insgesamt vier, teils ganztägigen Warnstreiks auf, denen jeweils mehrere hundert Beschäftigte folgten. Höhepunkt der Proteste war eine Kundgebung zur Eröffnung der Branchenmesse Windenergy in Hamburg Ende September.

 

Bei der Vestas Deutschland GmbH sind ca. 1700 Mitarbeiter beschäftigt. Ein erheblicher Teil von ihnen widmet sich bundesweit dem Service und der Wartung von Windenergieanlagen.


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